Aasee verschenkt den ersten Punkt
Knapper als knapp: Die aller letzte Aktion, die brachte dann für Arminia Bielefeld II die jubelnde Erlösung und für BW Aasee genau das, was man schmerzhaft nennt. „Es fällt mir super schwer das einzuordnen und irgendwie richtig zu analysieren und einzuordnen. Das ist die schmerzhafteste Niederlage, seit ich bei Aasee bin. Das Zustandekommen ist dann natürlich noch beschissener“, versuchte Aasee-Coach Kolja Steinrötter das Spiel in Worte zu fassen. Denn derzeit ist Aasee noch nicht so weit, gegen Gegner wie Bielefeld spielerisch in irgendeiner Form zu dominieren. Also kommen sie über den Kampf und über extrem schnell gespielt Konter. „Wir müssen fighten, konzentriert bleiben und die Ordnung halten, das haben wir wirklich toll gemacht und trotzdem hilft es am Ende überhaupt nicht, weil wir mit leeren Händen dastehen. Einfach niederschmetternd“, fügte Steinrötter hinzu.
Und obwohl bei Aasee noch der entscheidende Druck nach vorne fehlt, brachten gerade Leonie Lippen, Zara Ellamaa, Joelle Schneemann und Sophia Rieken ein wenig Power in die Offensive. Genauso viel Power, dass Sophia Rieken nach einem Konter im gegnerischen Sechzehner nur noch per Foul zu stoppen war. Den Foulelfmeter und die perfekte Möglichkeit zur Führung knallte Emily Roos allerdings über die Latte. Auch danach gab es noch Möglichkeiten: Sophia Rieken kam schon an der gegnerischen Torhüterin vorbei, doch wurde im letzten Moment doch noch am Abschluss gehindert. Auf der anderen Seite drehte Bielefeld immer weiter auf: Eine Abschlüsse hagelten auf das Aasee-Tor. „Gerade in der ersten Hälfte hatten sie mega viele Abschlüsse, in der zweiten dann insgesamt weniger. Vor dem 1:0 gabs noch eine gute Möglichkeit, viel mehr nicht“, fügte Steinrötter hinzu. Und dann schlug es 90+4 und die letzte Aktion: Stefanie Glatfeld bekam eindeutig zu viel Platz im Zentrum, dribbelte einfach durch knallte das Ding aus 20 Metern zum 1:0 in die Maschen. „Da haben alle schon gerufen, schieß, es ist gleich vorbei. Vorher hätten einige sie Blocken oder stellen können und dann war Liah’s Stellungsspiel auch nicht gut. Ich glaube das war das einzige Mal, dass Arminia richtig auf’s Tor geschossen hat“, sagte Steinrötter noch, der gegen Hauenhorst auf die ersten Punkte hofft.
Bochum zu stark für Amelsbüren
Mit dem VfL Bochum hatte GW Amelsbüren einen richtigen Brocken vor der Brust. Dieses extrem eingespielte Team wusste einfach zu jedem Zeitpunkt, wo die andere steht: „Insgesamt war Bochum einfach stärker und damit ist es auch eine verdiente Niederlage. Die waren einfach gut und haben gezeigt, dass sie eine gut ausgebildete Truppe sind und trotzdem haben wir die Chancen zum 1:0 liegen lassen“, sagte Amelsbüren-Coach Felix Gronover. Insgesamt konzentrierten die Mädels sich aber auf’s verteidigen, standen hinten enorm sicher und liefen dennoch mit hohem Pressing vorne an, um die langen Bälle ihrer Gegnerinnen zu erzwingen. „Es ist bei uns mit dem Ball insgesamt noch ein bisschen zu wenig, da schärfen wir aber im Training gerade nach und da soll auch der Fokus in den nächsten Wochen drauf liegen. Wir wollen einfach kreativer und klarer in den Torchancen werden, um auch mal in Führung zu gehen und nicht dem Rückstand hinterher laufen zu müssen“, fügte Gronover hinzu.
Bei Bochum sah das genau anders aus: Die hatten eine klare Idee mit dem Ball, in die sich das gesamte Team einfand. Gerade die Rotationen und freien Räume fand Bochum immer wieder und als sie dann in der zweiten Hälfte auch nochmal umstellten, wusste Amelsbüren kaum noch, wie sie darauf reagieren sollten. „Letztendlich sind es drei Unaufmerksamkeiten, durch die wir Tore kassieren, weil Bochum die eiskalt ausnutzt. Trotzdem haben mir sowohl die Zweikämpfe, als auch die Intensität sehr gut gefallen. Wir haben viele Bälle abgefangen und super vorne gepresst. Die Viererkette stand super“, freute sich Gronover. Das 3:1 fiel dann genau aus einer Pressingsituation, bei der Gabrielle Sunde dazwischen kam und zum 3:1-Endstand einschob.
