„Insgesamt war es wirklich aufregend, aber auch verdient. Vor allem aufgrund der ersten Hälfte geht es völlig in Ordnung, dass wir das gewinnen, auch wenn es nicht so spannend hätte sein müssen“, sagte Wacker-Coach Felix Melchers. Gerade in den ersten 45 Minuten bestimmte Wacker klar das Tempo, mit dem Duisburg überhaupt nicht klar kam. „Duisburg ist eigentlich tiefstehende Gegner gewohnt und wir haben genau das Gegenteil gemacht und die damit echt überrascht“, freute sich Melchers. Das 1:0 brachte dann Paula Weber: von halb links nahm sie den Ball per Direktabnahme Volley. Die Bogenlampe senkte sich perfekt in den Winkel. 

Erst in der zweiten Hälfte wurde Duisburg dann stärker, fand Phasen, in denen sie Wacker durchaus überlegen waren. Nach einem Fehler der Gastgeberinnen aus Mecklenbeck nutzte Charlize Carstensen diesen perfekt aus und netzte zum 1:1 ein. „Dann hat Duisburg noch ein Abseitstor geschossen, da hätte es gegen uns kippen können“, fügte Melchers hinzu. Doch dann kurz vor Schluss der lange Abstoß von Lena Kloock, Katrin Große-Scharmann machte diesen per Kopfverlängerung scharf für Jasmin Jabbes, die das Ding unter die Latte zum 2:1-Siegtreffer knallte. „Es haben wenig Spielerinnen ein so ausgewogenes Profil wie Jasmin. Sie ist dynamisch, athletisch, hat eine gute Technik und das alles in extrem hohen Geschwindigkeiten. Sie ist sich trotz ihrer Fähigkeiten nie zu schade 90 Minuten für die Mannschaft nach vorne und nach hinten zu arbeiten“, freute sich Melchers über seine Ausnahmespielerin. Und vor allem freut er sich, dass seine Mannschaft nach dem 1:1 nochmal die Kurve bekam: „Häufig kommt so ein Bruch. Die Psyche sagt einem, das Ding ist gelaufen, aber die Mädels haben sich wieder besinnt und aus weiteren guten Angriffen was rausgeholt.“

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