Aasee beweist Intensität gegen Dortmund

Also dafür, dass Kolja Steinrötter vor dem Westfalenligastart gegen Borussia Dortmund II davon gesprochen hat, dass jedes Ergebnis unter zweistellig ein Sieg ist, zeigt sich Aasee bei der 0:6-Niederlage ja schon fast skeptisch.

Aber was ist eigentlich passiert: Dortmund übernahm von Minute eins an erwartungsgemäß das Spiel, doch so ein richtiges Durchkommen gab es nicht. Aasee stand hinten stabil, lief die vielen Angriffe ihrer Gegnerinnen immer wieder ab und entschärften gefährliche Abschlüsse. „Bei einem 0:6 kann man glaube ich nie sagen, dass man hoch zufrieden ist, weil es ist durchaus zwei oder drei Tore zu hoch ausgegangen. Unter den Voraussetzungen war es aber klar, dass es schwer werden würde“, sagte Steinrötter. Nur ein abgefälschter Abschluss brachte Dortmund in der ersten Hälfte in Führung. Und dann hatte auch noch Sophia Rieken den möglichen Lucky Punsh auf dem Fuß: nach einem Befreiungsschlag setzte sich die Stürmerin durch und knallte die Kugel ans Lattenkreuz. „Mit ein bisschen mehr Glück gehst du da sogar mit einem 1:1 in die Pause“, fügte Steinrötter hinzu. Die zweite Hälfte begann ebenfalls vielversprechend: Aasee verteidigte weiterhin leidenschaftlich und ließ weitere Angriffe verpuffen.

Und je länger das Spiel andauerte, desto mehr schwanden bei Aasee die Kräfte und Dortmund wechselte sich immer stärker. So brachen die Gastgeber in der zweiten Hälfte ein, kassierte in wenigen Minuten weitere Tore und auch in der Schlussphase klingelte es nochmal. „Die letzten 25 Minuten haben die uns nochmal hergespielt. Man hat einfach gemerkt, dass die auf allen Positionen einen Geschwindigkeitsvorteil hatten. Mia hat noch ein paar richtig gute Dinger gehalten, Zara und Sophia waren wie immer gut, TK hat das überragend gemacht und Emmi hat mal auf der Sechs gespielt“, fügte Steinrötter hinzu. Trotz der vielen Umstellungen dürfen die Mädels aber auf einem hoch intensiven Spiel aufbauen: „Wenn alle die Qualität von Dortmund haben, bekommen wir ein Problem, wenn wir den Einsatz und die Intensität aber so wiederholen, glaube ich, dass es ganz gut aussieht“, sagte Steinrötter noch.

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