Aasee verliert den roten Faden
„Da ist ne ganze Menge falsch gelaufen“, fing Aasee-Trainerin Jill Eis an. Obwohl die Mädels eigentlich ganz gut in die Partie gegen Billerbeck starteten und durch einen Fehler der Gäste-Torhüterin durch Zara Ellamaa sogar hätten in Führung gehen können, verloren die Mädels mit der Zeit immer mehr an Präsenz. „Dann haben wir fast alle Zweikämpfe verloren, kein gutes Passspiel auf den Platz gebracht, das Dressing hat nicht geklappt, das Spiel nach vorne und die Kommandos und das hat sich komplett durchgezogen, sodass nur noch Unruhe herrschte“, fügte Eis hinzu. Quasi mit dem 0:1 entwickelten die Aaseewoman eine absolute Überforderung auf dem Feld, sodass kaum noch etwas zusammenpasste. „Die Mädels haben die Zuversicht auf dem Platz verloren und die Gesamtpräsenz“, ärgerte sich Eis. Und so entwickelte sich eine Kombinationen aus Einzelspielerinnen, die einfach keinen guten Tag hatten und ein gesamtes Team, das den roten Faden verlor. „Erst waren es Kleinigkeiten und dann ein Strudel, aus dem wir nicht mehr rausgekommen sind“, sagte Eis weiter. Und so fielen die Tore und die Billerbeck-Chancen häuften sich. Für Aasee heißt es nun einfach dieses Spiel abzuhaken, weiter nach vorne zu gucken und den kleinen Punktepuffer der vergangenen zwei Wochen auszubauen. „Wir müssen das Spiel als Lektion nehmen, wir haben die Möglichkeiten Spiele zu gewinnen, weil ich der Meinung bin, dass das Team in diese Liga gehört. Wir nehmen die Aufgaben jetzt mit in die Trainingswoche und werden uns dann wieder finden“, sagte Eis abschließend.
Amelsbüren fehlt die Offensive
Eigentlich sind die Mädels aus Amelsbüren nach einem unglücklichen Saisonstart auf einem guten Weg: Nach vielen urlaubsbedingten Ausfällen und dem integrieren einiger Neuzugänge passen derzeit die Abläufe einfach noch nicht, aber daran wird gearbeitet. Das Problem: Wir befinden uns mitten in der Saison und durch die fehlenden Abläufe zündet die gewohnte Offensivstärke einfach noch nicht. „Wir müssen einfach Stück für Stück jetzt unsere Fehler abstellen. Defensiv stehen wir gut, aber wir kreieren mit dem Ballbesitz zu wenig nach vorne“, stellte Amelsbürens Co-Trainer Felix Gronover fest. Das frühe der der Gastgeberinnen aus Wadersloh fiel dann auch noch ziemlich unglücklich: Eine Halbfeldflanke rutschte Sara Morfeld vom Fuß und landete per Bogenlampe direkt zum 1:0 im Tor. Danach hatten die Gäste das Spiel eigentlich im Griff, verzeichneten viel Ballbesitz, doch kamen kaum zu richtig gefährlichen Möglichkeiten. Erst in der 63. Minute klärte Wadersloh eine Ecke nur halbherzig, im Zweikampf mit der Torhüterin blieb Kristin Herbers dann stabil und nickte zum 1:1 ein. So richtig lange sollte das nicht halten: Einen Fehler im Aufbauspiel nutzte Wadersloh eiskalt zum 2:1. Und als die Gäste dann aufmachten, um doch noch auf 2:2 ranzukommen, kassierten sie per Konter auch noch das 1:3. „Wir haben in den ersten beiden Spielen viele Tore nach Standards bekommen, das haben wir schonmal abgestellt und auch die Defensivarbeit funktioniert besser, weil wir besser abgesichert sind. Schwieriger wird es dann mit dem Ball nach vorne zu arbeiten, das dauert denke ich noch so ein, zwei Wochen“, fügte Gronover hinzu.
