Ostenfelde nur bei mittlerem A-Liga Niveau
Was ist denn da bloß bei Osterfelde los?! Vergangene Woche war noch die Rede davon, dass gegen SV Geseke Punkte erwartet werden und plötzlich steht da ein 2:4? „Wir haben das verdient verloren, weil bei uns einfach der Wurm drin ist. Das Niveau ist einfach nicht da, wo es sein soll“, ärgerte sich Ostenfelde-Coach Christian Uphaus. Dabei stellte Ostenfelde die eigene Formation auf ein 4-3-3 um, um wieder mehr Sicherheit und Stabilität zu bekommen. Und das sollte die ersten Minuten richtig gut funktionieren und die ersten Torchancen entwickelten sich. „Da müssen wir ein oder zwei Dinger machen. Der Gegner trifft dann aber mit dem zweiten Schuss auf’s Tor zum 0:1. Da verteidigen wir nach einem langen Ball schlecht und kommunizieren dann nicht gut“, ärgerte sich Uphaus weiter.
Kurz vor Ende der ersten Hälfte folgte dann der nächste Nackenschlag: Ein direktes Eckentor brachte das 0:2. In der Pause schöpften die Mädels dann neuen Mut, doch spielerisch wollte immer noch nicht alles zusammenlaufen. „Da gelingt uns im Moment einfach nicht viel. Wir wachen erst nach dem dritten Gegentor auf und haben dann noch die Chancen und wenn wir das vierte nicht kriegen, gleichen wir sicherlich noch aus. So machen wir nur noch das 4:2“, fügte Uphaus hinzu. Derzeit läuft Ostenfelde einfach allem hinterher, vor allem dem eigenen Niveau: „Wir haben gerade nur mittleres A-Liga Niveau. Da müssen wir uns raus arbeiten. Ich bin mittlerweile schon der Meinung, dass wir unten drin mitspielen werden und im Abstiegskampf landen. Wir müssen jetzt anfangen Punkte zu sammeln“, sagte Uphaus.
Alverskirchen wird von Verletzten verfolgt
Es gibt eine Sache im Sport, mit der möchte absolut niemand etwas zu tun haben. Und das sind Verletzte wie Sand am Meer. Genau das Problem hat RW Alverskirchen im Moment und die fallen so lange aus, dass derzeit auch nicht nach Besserung aussieht. „Wir haben 32 im Kader und uns stehen höchstens die Hälfte zur Verfügung. Schwangere Frauen, ein Wadenbeinbruch und weitere schwere Verletzungen. Das ist für uns der absolute Horror“, versuchte Alverskirchen-Coach Natalie Dietrich die aktuelle Situation in Worte zu fassen. Da brechen gerade einfach die wichtigsten Säulen weg und genau das sieht man auf dem Spielfeld. So hagelte es wieder eine 1:7-Niederlage gegen GW Hausdülmen. „Wir fangen jetzt an Spiele zu verlegen, zum Glück sind alle Gegner und der Staffelleiter sehr entgegenkommend“, fügte Dietrich hinzu.
Positiv: Zur Pause stand es gegen Hausdülmen erst 0:3 und zwei Tore der Gastgeberinnen aus Alverskirchen wurden auch noch aberkannt. „Es steht fest, die Spielerinnen, die uns zur Verfügung stehen wollen und müssen Punkte holen. Bei vier Absteigern ist die Situation aber noch schwieriger. Das ist wirklich was, das planst du vor einer Saison nicht mit ein. Wir müssen jetzt mutig sein, weiter alles geben und die jungen Spielerinnen haben nun die Möglichkeit sich zu zeigen“, sagte Dietrich abschließend.
Mauritz lebt vom Kampf
Der SV Herbern scheiterte in der vergangenen Saison an der Aufstiegsrelegation in die Landesliga. Eines ist also klar: Das ist ein richtig harter Gegner. „Mehr als das Unentschieden war für uns definitiv nicht drin, damit können wir sehr zufrieden sein“, sagte Mauritz-Coach Niklas Röers. Denn Herbern hatte von Beginn an mehr vom Spiel, dennoch entstanden Möglichkeiten auf beiden Seiten. „Herbern hatte mehr Ballbesitz, wir haben aber viel und gut verteidigt und insgesamt wenig zugelassen, haben aber auch wenig nach vorne zu Stande bekommen“, fügte Röers hinzu. Das 0:1 fiel dann nach einem Fehler im eigenen Aufbau: Im Sechzehner landete der Ball direkt vor den Füßen von Annika Vogel, die eiskalt einschob. Das 1:1 ließ einige Zeit auf sich warten: Einen Freistoß von Pia Teltenkötter ließ Herbern-Keeperin Lara Scheer unglücklich ins Tor rutschen.
„Ich würde nicht unbedingt sagen, dass unsere Stärke das Verteidigen ist, aber wir sind deutlich konsequenter als letzte Saison. Man merkt aber, dass das Team immer noch von Urlaubern und fehlenden Leuten geprägt wird. Trotzdem ziehen alle gut durch und das macht uns glaube ich gerade aus“, sagte Röers. Derzeit opfert sich einfach die gesamte Mannschaft voll auf: „Letzte Saison haben wir immer mehr auf ein oder zwei Leute gesetzt, diese Saison spielen wir deutlich mehr im Mannschaftskontext.“
Saxonia taut auf
Im ersten Saisonspiel gab es für Saxonia Münster noch ne bittere Niederlage gegen Wacker Mecklenbeck II, danach drehten die Mädels von Saxonia aber mal so richtig auf. „Das Spiel gegen Herbern letzten Mittwoch war mit das Beste. Eigentlich hatten wir gegen Dülmen dann wider einen Rückschritt, weil wir nur elf Spielerinnen waren und ab der Pause auch nur noch mit zehn gespielt haben, aber da haben wir durch unsere kämpferische und durch Einzelleistungen überzeugt“, sagte Saxonia-Coach Mirco Warnick. Jede einzelne opferte sich für die andere auf und wenn dann auch noch Anna Haberecht in den eigenen Reihen spielt, kann man fast vom Jackpot sprechen. Denn mit ihren drei Toren und einer Vorlage entschied sich auch mit ihrer Einzelleistung das Spiel. „Es war tatsächlich einfach kämpferisch und einfach gut. Wir haben absolut für uns gekämpft“, freute sich Warnick.
Schon vor der Saison sahen Saxonia einige ganz oben, aber was sagt Warnick selbst dazu? „Wieder so ein blöder Spruch, aber wir schauen von Spiel zu Spiel, wir haben ja gegen Mecklenbeck gesehen, wie schnell so eine Niederlage kommt. Wenn schon alle sagen, dass wir der Favorit sind, nehme ich noch Lohauserholz und Dülmen mit dazu. Aber grundsätzlich ist diese Liga unberechenbar“, erklärte Warnick. Denn hier kann wirklich alles passieren. So nennt Warnick auch noch Herbern und Wacker als Mannschaften, die man durchaus auf dem Zettel haben sollte. „Wir geben immer unser Bestes und wenn wir mit voller Mannschaft auflaufen, haben wir nicht den schlechtesten Kader, aber wir müssen uns immer wieder neu beweisen“, sagte Warnick abschließend.
