„Wir haben uns wirklich gut präsentiert und mit voller Disziplin an dem Plan festgehalten. Die Mädels vertrauen in die Spielidee, doch dafür mussten wir erstmal die ersten 15 Minuten überstehen“, sagte Wacker-Coach Felix Melchers. Und das funktionierte: Die Gäste verteidigten extrem tief, wollten möglichst lange die Null halten und haben sich immer weiter in die Partie gekämpft. So kam es tatsächlich dazu, dass die Kickerinnen von der Egelshove selbst Nadelstiche setzten, zu Kontersituationen ansetzten und anfingen mutiger zu spielen. „Umso ärgerlicher war es dann, dass wir dann das 0:1 nach einem eigenen Fehler kassiert haben“, ärgerte sich Melchers. Die ganz großen Möglichkeiten blieben für Wacker in der ersten Hälfte auch aus. Dann stellten die Mädels um, verteidigten nicht unbedingt höher, aber liefen bereits die Aufbauspielerinnen des BVB an. Und das zahlte sich aus: „Die sind etwas nervöser geworden, wodurch wir zu mehr Nadelstichen gekommen sind. Da war teilweise das Momentum bei uns, wenn wir beim Flachabstoß schon gelauert haben“, freute sich Melchers.
So setzte sich Jasmin Jabbes gleich zweimal nach Balleroberungen durch, auch Tini Dircks und Katrin Große-Scharmann verpassten knapp die Überraschung. Und dann der Nackenschlag auf der anderen Seite: Ein weiterer Fehler und ein wunderschönes Tor, insgesamt dreimal Alex Popp sorgten für das 0:3. Die beste Möglichkeit für Wacker verzeichnete dann Jabbes. Nach einem 30 Meter Dribbling von Kristina Markfort, spielte diese den perfekten Schnittstellenpass auf Jabbes, die knapp an der BVB-Keeperin scheiterte. „Vier richtig gute Möglichkeiten gegen Dortmund nehmen wir aber trotzdem gerne mit“, sagte Melchers abschließend.
