„Die Ausgangslage ist mit sechs Punkten aus zwei Spielen natürlich komfortabel, trotzdem haben wir von vorne rein gesagt, dass wir im Derby nichts herschenken wollen“, sagte Gievenbeck-Coach Nico Sahle. Dafür fuhr der Coach im Vorfeld zum Spiel zwischen Kinderhaus und Emsdetten, um sich perfekt auf den Gegner vorzubereiten. So starteten die Gievenbecker mit der Erwartung Franziska Welling und Anka Sanders in der Doppelspitze vorzufinden. Nur genau das passierte gar nicht und somit funktionierte auch das Anlaufen genau gar nicht. „Die ersten 30 Minuten haben Kinderhaus gehört, wir wollten vorne aggressiv anlaufen, aber das hat vor allem über Franzis Seite nicht funktioniert. Dadurch hat Kinderhaus recht einfach das Spiel aufgebaut und die sind von dort immer wieder gefährlich geworden“, fügte Sahle hinzu. So beförderte Sanders nach einem Gewusel bei einer Ecke den Ball zum 1:0 über die Linie. Wenige Minuten später nutzte Welling ihre Geschwindigkeit, ging an ihrer Gegenspielerin vorbei und netzte zum 2:0 ein. 

Erst danach wachten die Mädels richtig auf: „Dann hatten wir die Lautstärke, Mentalität und Griffigkeit, die zu einem Derby dazugehören. Ab da kann man darüber sprechen, dass der Punkt für Kinderhaus glücklich war, weil wir gerade in der zweiten Hälfte den Ton angegeben haben und einige Großchancen liegen gelassen haben“, sagte Sahle. Nach einer Pressingsituation netzte Sina Krone zum 2:1 ein. Antonia Goeke verwandelte nach der perfekten Kombination zwischen Finnja Niehues und Lara Röhrich noch vor der Pause zum 2:2. „Das war bombe rausgespielt“, freute sich Sahle. „Finnja hat dann Lia Große im Zentrum kalt gestellt, dann ist es eigentlich schade, dass wir uns hinten raus nicht mehr belohnen. Auf der anderen Seite hätten wir auch nach 30 Minuten schon unter die Räder kommen können“, sagte Sahle abschließend.

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