Amelsbüren mit der Aufholjagd
Wenn der TuS Saxonia I Spielfrei hat, man auf der Anlage von Saxonia spielt und da einige bekannte Gesichter auflaufen, hat man vermutlich schon die Nase voll. Wenns dann auch noch 0:2 gegen sich steht, gibts wenige Mannschaften, die das wieder aufholen. GW Amelsbüren II schaffte das beim 2:2 gegen Saxonia II.
„Ich würde sagen es war in Ordnung. Es ist wirklich denkbar unglücklich gewesen, dass Saxonia I nicht gespielt hat und wenn du nach einem 0:2 zurück kommst, kannst du dich über das Ergebnis auch nicht beklagen“, fasste Amelsbüren-Coach Kerstin Höfling nochmal zusammen. Vor allem die Einstellung der Gäste bewertete Höfling positiv, zu keinem Zeitpunkt gaben sie sich auf, zeigten eine kämpferisch wirklich gute Leistung und spielten zeitlich weiterhin Fußball. Sie versuchten sich immer wieder durch die eigenen Reihen zu kombinieren, wurden nicht hektisch und arbeiteten sauber und Zweikampfstark gegen den Ball.
Genau das belohnten die Mädels dann: einen zu kurzen Ball von Saxonia fing Anna Walge ab und knallte das Ding aus 17 Metern unter die Latte. Beim 2:2 setzte sich Lisa Kloos über die linke Seite durch, zog bis vors Tor und ihr abgefälschter Schuss landete unhaltbar im Netz. „Wir haben uns auf die Liga eigentlich nicht anders vorbereitet als sonst. Einige Mannschaften kennt man und eigentlich freue ich mich darüber, auch mal gegen neue Gesichter zu spielen. Ich finde das super spannend. Und dann wollen wir schnellstmöglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Letzte Saison waren wir fünfter, diese Gegend wäre wieder super“, sagte Höfling abschließend.
Mauritz scheitert an den eigenen Fehlern
„Ärgerlich“ beschreibt den Saisonstart vom SV Mauritz wohl am treffendsten. Eigentlich machte die Mannschaft von Niklas Roers alles richtig und trotzdem verpasste man den entscheidenden Treffer und trennte sich mit 3:3 vom Hammer SC.
Die ersten 20 Minuten starteten denkbar schlecht für Mauritz: die Mädels waren noch nicht richtig wach und gerieten frühzeitig in Rückstand. Erst nach der Pause lief es dann wirklich besser: „Der Einsatz war besser und wir sind energischer in die Zweikämpfe gekommen. Die Passquote war besser und wir hatten mehr Sicherheit im eigenen Spiel. Das war eine sehr gute Reaktion auf die erste Hälfte“, freute sich Roers. Vor allem belohnten sich die Mädels innerhalb weniger Minuten mit drei Toren zum 3:1-Zwischenstand. Rabea Rosenthal traf dabei gleich doppelt. Und eigentlich lief dann richtig gut, die Mädels verzeichneten einige vielversprechende Möglichkeiten: „da hatten wir viele Großchancen, die wir alle vergeben haben“, ärgerte sich Roers.
Und so wurde genau das bestraft: zwei dicke Fehler im eigenen Aufbau und Zack stand‘s 3:3. Erst ein Blinder langer Ball der Gegnerinnen, über den Mauritz drüber schlägt, dann das Laufduell verliert und letztendlich Torhüterin Catia Rodrigues Santos hinter sich greifen muss. Beim 3:3 geriet ein Pass im eigenen Aufbauspiel zu kurz, Hamm-Stürmerin Aysu Özdemir kam dazwischen und verwandelte frei vorm Tor. „Wir hatten in der Vorbereitung und in den kommenden Wochen weiterhin den Fokus auf der Defensive. „In der Vorbereitung hat das bisher ganz gut geklappt, obwohl auch bei uns viele Testspiel ausgefallen sind. Bei uns ist auch immer noch Urlaubszeit, wir sind also noch nicht in der vollen Besetzung und trotzdem arbeiten wir daran, weniger Gegentore als letzte Saison zu kassieren“, sagte Roers.
Ostenfelde besiegt den großen Konkurrenten
Wer sich in den vergangenen Jahren nicht so häufig mit der Bezirksliga 2 auseinandergesetzt hat, dem dürfte der TuS Belecke aber dennoch bekannt vor kommen. Die fanden vergangene Saison nämlich den Weg in die Aufstiegsrelegation, verpassten allerdings den Sprung. Und dass der TSV Ostenfelde nun mit 1:0 gewinnt, ist natürlich vielversprechend.
„Vor dem Spiel war es schon spannend. Wir haben in dieser Trainingswoche enorm viel gemacht, aber die restliche Vorbereitung lief ja nicht so gut. Und dann habe ich die Mädels vor dem Spiel mal nach deren Gefühl gefragt und niemand hatte so richtig eins“, erklärte Ostenfelde-Coach Christian Uphaus. Doch die Mannschaft hatte den perfekten Matchplan gegen einen enorm starken Gegner, die sich nach einer sehr erfolgreichen Saison noch mit einer Regionalligaspielerin verstärkt hat. Insgesamt überließen sie ihren Gegnerinnen den Großteil an Spielanteilen, pressten dann aber in den passenden Situationen und kamen so immer wieder zu Ballgewinnen. „Beide Seiten hatten dann richtig gute Chancen, aber wir haben eben das glückliche Tor gemacht“, freute sich Uphaus.
Nach der Pause ging’s dann richtig ab: Belecke erhöhte den Druck enorm, ließ Ostenfelde kaum noch raus und ging gleich zweimal alleine auf das Ostenfelde-Tor zu. „Da hat unsere Torhüterin sehr gut gehalten“, freute sich Uphaus. Erst in der Schlussphase fanden die Mädels nochmal zu richtig starken Chancen: Denise Bellmann und Leonie Voßmann scheiterten knapp, um den Deckel draufzumachen. „Wenn wir die verwerten sind wir durch, so hatte Belecke noch zwei gefährliche Standards. Am Ende sind dann alle einfach nur noch auf den Boden gefallen. Das war eine grandiose Mannschaftsleistung und hätte durchaus unentschieden ausgehen können. Wir hatten einfach das Matchglück und eine sehr gute Torhüterin“, fasste Uphaus zusammen.
