Borussia wird vom lucky Punsh überrascht
Ein Duell der Freunde: Horstmar/Leer Coach Sascha Kölking und André Lindenbaum von Borussia Münster kennen sich bereits seit einigen Jahren und verrieten sich in der Vergangenheit einige Taktiken der eigenen Mannschaft. Hier wusste also jeder, wie der andere spielt, doch Horstmar/Leer fand beim 1:0-Sieg den Lucky Punsh.
Die Partie startete ausgeglichen, die starke Maike Kreimer hatten die Borussen gut im Griff und versuchten dann durch ihr eigenes Umschaltspiel ins letzte Drittel zu kommen. „Ich war wirklich zufrieden von der Spielanlage und dem Passspiel in der ersten Hälfte. Ich würde sagen, dass wir da leicht überlegen waren“, erklärte Lindenbaum. Doch die großen Chancen für die Gastgeberinnen blieben aus: „Da fehlt die Durchschlagskraft“, fügte Lindenbaum hinzu. Zur Pause kam dann Anke Markmann für die SG und plötzlich schlug die Horstmar/Leer-Zange zu, die kaum zu verteidigen war. Immer wieder setzten sie Borussia unter enormen Druck, brachten ordentlich Geschwindigkeit über die Flügel mit und überspielten immer wieder das Zentrum ihrer Gegnerinnen. So entstand Hektik bei Borussia und die Befreiungsschläge wurden weniger. Den Lucky Punsh brachte dann Kramer zum 1:0 für die SG.
„Wir sind gerade dabei die spieltechnische Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben. Speziell in der Rückrunde hat die Mannschaft fast nur mit langen Bällen gearbeitet, deswegen legen wir den Fokus darauf flexibler zu sein“, fügte Lindenbaum hinzu. Genau diese Entwicklung fruchtete bereits in der ersten Hälfte, eben bis ca 20 Meter vor dem gegnerischen Tor, da fehlte es dann an den letzten Ideen. „Dann muss ich noch einen großen Dank an unsere zweite Damen aussprechen. Ohne die wären wir im Moment nicht spielfähig“, sagte Lindenbaum zum Schluss.
Kinderhaus mit dem "missglückten" Start
„Missglückter Saisonstart“ – so formulierten die Kinderhauser Damen ihre 1:3-Niederlage auf Instagram und auch Coach Adem Daglar stimmt genau dieser Aussage zu.
Doch rollen wir das mal von vorne auf, denn die Vorbereitung in Kinderhaus lief alles andere als geplant. „Wegen der Ferien sind viele unterwegs, da konnten wir nichts Anständiges machen. Ich glaube wir waren einmal zwölf Leute“, ärgerte sich Daglar. Doch nicht nur die Vorbereitung lief ziemlich schief, Kinderhaus ließ sich von ihren Gegnerinnen aus Vreden überraschen. Die Gäste liefen die Westfalia enorm hoch an: „Vreden ist absolut kein schlechter Gegner, da muss man Respekt haben. Die sind ein gestandener Landesligist. Genau das hat man in den ersten 20 Minuten gesehen, da sind wir gar nicht reingekommen und haben sehr viele Fehlpässe gespielt“, ärgerte sich Daglar weiter. Immer wieder verloren die Gastgeberinnen im Aufbauspiel den Ball und durften sich durchaus bei Keeperin Lene Große bedanken, dass das 1:0 für Vreden so lange auf sich warten ließ.
Danach kamen die Gastgeberinnen dann besser rein und gewöhnten sich langsam an das Tempo und hohe Pressing. „Vreden hat uns echt unter Druck gesetzt, aber irgendwann konnten wir uns rauslösen, haben uns dafür aber nicht belohnt. Wir müssen lernen, dass man auf einigen Positionen einfach mal abschließen muss, statt den Ball ins Tor zu tragen. Das hat Vreden ausgenutzt“, fügte Daglar hinzu. Nach einer Ecke klingelte es vor der Pause dann noch einmal für Vreden zum 2:0. In der zweiten Hälfte hatte Kinderhaus nach dem 2:1 durch Franzi Welling eigentlich auch den Ausgleich auf dem Fuß, aber die Gastgeberinnen nutzten ihre Möglichkeiten nicht konsequent aus. Ganz im Gegensatz zu Vreden, die kurz vor Schluss noch auf 3:1 erhöhten und den Sack endgültig zu machten. „Vreden war insgesamt bissiger im Spiel, wir müssen diese Niederlage jetzt schlucken und hoffen, dass wir es gegen Borussia Emsdetten nicht wieder verpennen“, sagte Daglar abschließend.
Gievenbeck beweist Offensivkraft
Der 1. FC Gievenbeck bekam gleich zum Saisonstart den erwartet schweren Gegner vor die Brust gesetzt. Gegen den PSV Bork kam eine extrem offensivstarke Mannschaft, gegen die Gievenbeck mit einer noch größeren Offensivstärke beim 4:1-Sieg konterte.
Bork spielt mit gleich drei extrem schnellen Stürmerinnen, die immer wieder die Wege in die Tiefe suchen. „Gerade Jule Kieslich finde ich extrem stark. Die ist für mich sogar noch einen tacken stärker als Sarah Bunnefeld von Schöppingen. Die haben wir aber wirklich gut in den Griff bekommen und vorne sehr gut gepresst“, sagte Gievenbeck-Coach Nico Sahle. So verwandelte Finnja Niehues eine Ecke direkt zum 1:0. Nach einer Wirr Warr-Situation im Sechzehner blockte Nele Themann entscheidend zum 2:0. Durch den wirklich großen Rasenplatz entstanden immer wieder Räume für die Gäste aus Gievenbeck, die diese wiederholend bespielten, immer wieder ihre eigenen Angriffe durchbrachten und die Spielkontrolle übernahmen. „Die Tore haben uns dann in so eine Komfort-Zone Mood gebracht, in der wir 90 Minuten lang die konzentrierte Mannschaft waren und bei den Platzverhältnissen unser eigenes Spiel auf den Platz bringen konnten“, freute sich Sahle.
In dieser Vorbereitung legte Gievenbeck den Fokus auf die spielerische Entwicklung: „Wir wollten wieder etwas am System ändern und das muss sich erstmal finden. Wir können nicht verlangen, dass alles was wir den Mädels auf dem Papier zeigen sofort umgesetzt wird. Alle Spielerinnen müssen sich im System austesten und das haben wir in der Vorbereitung viel gemacht. Dann aber die Rückschläge gegen Heeren und Rinkerode, da hat sich die Frage gestellt, wie viel wir zum Saisonstart auf den Platz bringen können. Und da haben wir einen sehr guten Teil gezeigt, bei dem aber noch Luft nach oben ist“, erklärte Sahle. Für diesen starken Gegner beobachteten die Verantwortlichen aber bereits große Schritte in die richtige Richtung.
