„Wir haben einen hohen Aufwand betrieben und bereits an vielen Stellen gut gegriffen, sowohl mit als auch gegen den Ball“, freute sich Wacker-Coach Felix Melchers über die Spielanlage seiner Mannschaft. Dennoch wurde diese von der Anfangsnervosität einer neuen Saison doch mehr überrumpelt, als es eigentlich hätte sein müssen. Zu den vielversprechenden Möglichkeiten kamen die Gäste von der Egelshove eigentlich, doch die Abschlüsse waren zu überhastet, nicht genau genug oder wurden im letzten Moment noch entschärft. „Wir müssen uns da wieder die Coolness und das Selbstverständnis antrainieren“, fügte Melchers hinzu. Aber ist die dritte Liga überhaupt ein Thema? „Es gibt zwei oder drei Mannschaften, die da nicht reinrutschen wollen, für uns ist das schon so ein Ziel oder Traum, je nachdem, wie man das formulieren möchte. Natürlich wollen wir da hoch, aber wir wissen auch wie stark die Konkurrenz ist“, sagte Melchers.
Und dann ist in der Vorbereitung auch noch alles anders gelaufen, als es bei vielen anderen Vereinen der Fall war. Der Ursprungsplan mit Anna Steckel und Felix Melchers ist nach einer beruflichen Veränderung von Steckel in die Brüche gegangen und dann war Melchers bis zur vergangenen Woche auch noch auf Weltreise: wer betreute denn da die Mannschaft? „Wir haben uns vorher zusammengesetzt, daher waren alle Inhalte bereits gesichert, die wir in der Vorbereitung angehen wollten. Und dann muss ich mich bei meinen großartigen Trainerkollegen bedanken, die das super aufgefangen haben und die neue spielerische Identität bereits reingebracht haben. Als ich dann dazu gestoßen bin, war ich happy, dass ich eine funktionierende Mannschaft vorgefunden habe“, erklärte Melchers. Jetzt gilt es noch das Selbstverständnis wieder reinzubekommen, denn solche Spiele wie dieses am Wochenende müssen gezogen werden. Denn Gegner, denen man über 90 Minuten wirklich dominant sind, sind mittlerweile Mangelware.
