Es ist tatsächlich passiert: GW Amelsbüren hat den Pokalfluch gebrochen und BW Aasee mit 2:0 geschlagen. Zwar war es kein Finalspiel, aber stehen den Grün-Weißen nicht jetzt alle Türen zum Titel offen und hatte Aasee die Möglichkeiten, doch das Ding auf die eigene Seite zu ziehen?
Letztendlich waren sich zwar beide Trainer einig, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat: „Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen und als Mannschaft dagegen sehr gut gearbeitet. Wir kennen mittlerweile die Stärken einer Sophia Rieken, aber mit unserer Viererkette hatten wir sie im Griff und haben dann nach Balleroberungen sehr gut umgeschaltet“, freute sich Amelsbüren-Coach Frank Schlichter über den Sieg. Dabei hatte die besagte Rieken die erste Chance der Partie: Im Alleingang ging sie durch gleich mehrere Gegenspielerinnen durch und schloss nur knapp über die Latte ab. Weniger Minuten später hatte Alyssa Glashörster die Aasee-Führung auf dem Fuß, auch der Abschluss wurde allerdings entscheidend geklärt. „Man muss ja sehen, dass die ersten beiden guten Möglichkeiten von uns waren und auch in der zweiten Halbzeit, als wir dann ein wenig umstellet haben, hatten wir gute Chancen. Aber spätestens die Verletzung von Skye hat uns dann gekillt“, fügte Aasee-Coach Kolja Steinrötter hinzu. Zwar übernahm Amelsbüren bis zu Pause dann das Zepter, ein Tor wollte aber auf beiden Seiten nicht fallen.
Das Abseitstor von GW Amelsbüren
Die Erlösung durch Weber
Kurz nach der Pause nach einem Eckball der Gäste vom Aasee blieb Skye Progres dann liegen: Diagnose Bänderriss. Wir wünschen gute Besserung. „Es haben mit Zara, Jo, TK, Sophia Gehres und Leonie uns einige gefehlt, die auch im Zentrum oder über Außen noch mehr Druck hätten machen können. Mit der Verletzung von Skye fehlt uns noch eine Sechserin“, sagte Steinrötter. So verteidigten die Aasee-Damen die schnellen Angriffe ihrer Gegnerinnen sehr souverän, gerade Abwehrkette stand enorm sicher. Doch dann rutschte eben dieser eine Ball von Nele Kofort durch, den Kim Weber im perfekten Moment erlief und eiskalt zum 1:0 einschob. „Wir wollten unbedingt in 90 Minuten gewinnen und nicht wieder ins Elfmeterschießen gehen, ich glaube diese Entschlossenheit hat man den Mädels angemerkt. Dieses 1:0 war dann wie eine Erlösung, weil wir dann eigentlich auf der Siegerstraße waren“, freute sich Schlichter weiter. So war es dann auch: Kira Schwanke erhöhte noch auf den 2:0-Endstand.

Für Aasee heißt es nun weiterarbeiten: „Wir werden auch in der Westfalenliga immer versuchen mitzuspielen und uns nicht hinten rein zustellen, trotzdem kann man die Abgänge von Isi, Hanna und Julia nicht einfach auffangen. Trotzdem wird es Spielerinnen geben, die wir wieder entwickeln können, sodass sie die besten im Kreis werden. Ansonsten hat unsere Kette aber schon gut funktioniert, davor fehlt bisher die Abstimmung, was aber auch der Personalsituation geschuldet ist“, fügte Steinrötter hinzu. Für sein Team steht am Sonntag im Westfalenpokal Concordia Flaesheim auf der Matte. Amelsbüren erwartet den SSV Rhade: „Nach so einem Sieg hast du natürlich Selbstbewusstsein. Trotzdem ist der Westfalenpokal für uns ein Bonus und trotzdem traue ich es der Mannschaft zu, dass sie Sonntag ein Spiel voller Spannung gegen einen Regionalligisten hinlegen. Grundsätzlich geht es da aber nur um die Spielfreude“, sagte Schlichter.

So nachdem Amelsbüren nun endlich mal im Pokal gegen Aasee gewonnen hat, steht dem Kreispokalsieg nun überhaupt noch was im Wege? „Das ist ein Ko-Wettbewerb und jede Runde bringt neue Herausforderungen mit, da kommt es immer auf die Tagesform an. Aber natürlich, den ersten dicken Brocken haben wir zur Seite geschoben, die nächsten warten auf uns“, sagte Schlichter noch.
